Woher kommt eigentlich das Wasser?

Aus dem Wasserhahn. Zumindest ist das in Deutschland und Weiten Teilen Europas der Fall, hier hat es meist auch Trinkwasserqualität.

Aber wie macht man das mit dem Wasser nun on the road? Selbst bei Fahrzeugen mit fließend Wasser aus dem Hahn ist der Vorrat meist doch recht begrenzt und auch wir haben in unserem Dicken keine Quelle.

Die einfachste Lösung wäre sicher PET-Wasserflaschen im Supermarkt zu kaufen. Pro Person kämen wir da aber auf mindestens zwei 1,5l PET-Flaschen am Tag. Das wären also mindestens vier Plastikflaschen am Tag. Im Jahr also 1.460 vermeidbare Plastikflaschen. Finden wir keine gute Option.


Unser System

Das Thema Wasser im DIY-Van ist neben dem Thema Strom aus unserer Sicht einer der wichtigsten Punkte. In unserem Dicken haben wir ein System für das Wasser umgesetzt, welches aus einem Wasserfilter, einer Wasserpumpe und mehreren mobilen Kanistern besteht.


Brauch- und Trinkwasser

In unserem Bus unterscheiden wir grundsätzlich zwischen zwei Arten von „Wasser“, Nutz- und Trinkwasser.

Wir haben auch über die Jahre kein fest verbautes Wassersystem nachgerüstet und kommen mit unserer Kanistervariante + Pumpe sehr gut zurecht. Unsere Frischwasserkanister haben unterschiedliche Fassungsvermögen. Der größte umfasst hierbei 30l und ist zwischen Fahrer- und Beifahrersitz platziert. Dieser stellt unseren Hauptvorrat an Nutzwasser dar. Das Wasser muss für uns eine geringere Wasserqualität aufweisen, denn wir nutzen es hauptsächlich zum abspülen, waschen und duschen. Unser Rohr auf dem Dach ist unser zweiter Nutzwasservorrat, vollgetankt können wir hier erneut 30l speichern. 


Unser Filtersystem

Uns war es wichtig zumindest in Europa ohne Plastikflaschen auszukommen und das Leitungs-/ Brunnenwasser überall trinkbar zu machen. Mit AlbFilter* haben wir hier das perfekte Filtersystem für uns gefunden. Unser Filtersystem besteht aus drei Filterstufen: 

  • dem Vorfilter, welcher primär Sedimente und grobe Verunreinigungen herausfiltert sowie 
  • dem Filter Nano, dieser filterert vor allem kleine Mikroorganismen beispielsweise Salmonellen oder E.coli Bakterien aus dem Wasser als auch
  • dem Filter Active, dieser hilft unter anderem gegen schlechten den Geschmack und Geruch und filtriert Schwermetalle und Mikroplastik aus dem Wasser.

Wir verwenden das Filtersystem nun seit fast sechs Monaten und sind vollauf zufrieden. Wir haben bisher nur einmal Wasser zukaufen müssen, da wir schlichtweg keine Quelle gefunden haben. Ansonsten konnten wir aus jedem Tankstellen- und Brunnenwasser gut schmeckendes Trinkwasser machen. Unser Trinkwasser filtern wir in drei Kanister* 2x10l sowie 1x12l. Hiermit kommen wir je nach Umgebungstemperatur und Aktivitäten doch einige Tage aus. Bei vielen der öffentlich zugänglichen Wasserhähnen ist bereits ein 1/2 Zoll Gewinde angebracht, sodass wir beim Befüllen einfach unseren Schlauch anklicken können. Um hier nicht auf ein Gewinde angewiesen zu sein haben wir mittlerweile mehrere unterschiedliche Adapter im Gepäck (1/2“*; 3/4“*, Wasserdieb*). Den Filter* schalten wir zwischen Entnahmestelle und Wassertank, er ist also nicht fest verbaut.

Sollten wir es mal in die entlegeneren Regionen dieses wunderschönen Planeten schaffen, haben wir noch einen mobilen Wasserfilter. Die Micropur-Tabletten* haben wir als Fallbackvariante ebenfalls im Gepäck.


Wasserpumpe im Bus

An unserem primären Nutzwasserspeicher hängt unsere seit Anfang 2020 verbaute Druckwasserpumpe* 12V 2,8bar mit einer Förderleistung von 10l/min. Mittels Handbrause und diversen Schläuchen haben wir so nicht nur eine Dusche mit ordentlich Druck sondern auch quasi fließendes Wasser. Nur eben nicht mit schickem Wasserhahn.

Aus Erfahrung ist es gut nicht nur auf ein Steckenpferd zu setzen, deshalb haben wir auch unsere USB-Pumpdusche* behalten. Mit dieser können wir mit unserem Falteimer im Zweifelsfall ortsunabhängig duschen. Diese Kombination wäre sicher auch eine Möglichkeit, müssten wir mal aus einem Gewässer ohne direkten Zugang zum Bus Wasser pumpen. 

Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Verweise sind sogenannte Provision-Links. Wenn du auf so einen Verweislink klickst und über diesen Link einkaufst, bekommen wir von deinem Einkauf eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

*in Kooperation mit AlbFilter*

Schreibe einen Kommentar

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Nora

    Hallo zusammen,
    wirklich sehr schöner Artikel.
    Ich wollte mal fragen ob ihr das Filtersystem vor oder nach den Wassertank eingebaut habt.
    Viele Grüße
    Nora

    1. Flo

      Hallo Nora, den Albfilter kann man fest verbauen oder so wie wir lose dabei haben. Wir haben ihn nicht fest verbaut sondern in einer Tasche und auf dem Filter sind zwei „Gardenaanschlüsse“ aufgeschraubt. Zudem haben wir mehrere Schläuche mit diesem Stecksystem in unterschiedlichen Längen dabei.
      Wir filtern unser Wasser immer bei der direkt bei der Befüllung und haben so überall Trinkwasser (also in diesem Fall vor dem Tank).
      Unser eigentliches Trinkwasser haben wir in zwei kleinen 10Liter Kanistern. Aus diesen schenken wir immer direkt aus (ohne Pumpe).
      Sollte das Wasser einmal länger in den Kanistern sein könnten wir es noch einmal Filtern indem wir den Filter nach der Pumpe anstecken und so das Wasser ein zweites Mal Filtern.
      Liebe Grüße Flo

  2. Dave

    Hallo zusammen
    Ihr habt den Alb Filter nun schon einige Zeit im Einsatz. Wie verhält sich der wechsel der Kartusche? Habt ihr das schon ein paar Mal gemacht und ging das Öffnen des Gehäuses jeweils ohne Probleme?
    Liebe Grüsse
    Dave

    1. Flo

      Hallo Dave,
      Danke für deine Nachricht. Wir haben schon mehrmals die Kartuschen gewechselt. Beim Wechseln hatten wir keine Probleme.
      Einmal hatten wir den Filter sehr fest zugedreht. Dann haben wir einfach ein Tuch um das Gehäuse gelegt damit wir zum öffnen mehr „Gripp“ hatten. Damit konnten wir dann alles super schnell und einfach wechseln.
      Liebe Grüße Flo