Zu Beginn unserer Reiseplanung, irgendwann 2019, dachten wir immer wir bleiben vielleicht zwei, drei Wochen in Griechenland. Genießen noch einmal das süße Beachlife bevor die spannenden und unter Umständen nicht allzu bikinifreundlichen Regionen unserer Überlandreise nach Indien beginnen. Nun gut am Ende kamen uns geschlossene Grenzen und ein Lockdown dazwischen und so wurde aus zwei, drei Wochen dreieinhalb Monate. Und ehrlich es war eine wunderschöne Zeit gefühlt mit jeder Menge Begegnungen und Erlebnisse die wir nicht missen wollen. 


καλώςήρθατε – Ankommen in Griechenland

Noch völlig geflashed von der doch überraschend problemlosen Einreise über die bulgarisch-griechische Grenze stand uns der Sinn vor allem nach Einem – nach Meer. Also wählten wir den direkten Weg in Richtung der von euch häufig empfohlenen Region Chalkidiki. Hier verbrachten wir die ersten 1,5 Monate in Griechenland. Wir tingelten von einer in die nächste Traumbucht. Verbrachten allein gute 3,5 Wochen an der Ostküste von Sithonia, dem mittleren der drei Chalkidiki-Finger. Wir standen direkt am Strand, teils in einsamen Buchten teils mit anderen Campern. Wir badeten in kristallklarem Wasser, beobachteten Delfine vom SUP aus und Flo entdeckte seine Leidenschaft fürs Angeln. Wir begannen annähernd jeden Tag mit dem Sonnenaufgang über dem Meer, den Berg Athos stets fest im Blick. Es waren Tage des süßen Nichtstuns, geprägt von der späten Sommerhitze im griechischen September und dem durchwegs sehr guten Essen. 

Auf Sithonia lernten wir auch Julia und Joscha von @horizont.b kennen. Wir verbrachten wundervolle Tage im #Stormcamp mit den beiden, bei wie so oft gutem Essen, dem ein oder anderen Glas Retsina und Tsipouro und fantastischen Gesprächen. Uns sind die beiden direkt ans Herz gewachsen. Auch wenn die beiden ihre gut einjährige Weltreise grade mit einer spannenden Wanderung zurück nach Hause abgeschlossen haben, lohnt es sich mal auf dem Instagramprofil dieser herzensguten und authentischen Menschen vorbei zu schauen. 

Da wir noch auf einige Pakete warteten, welche wir an eine DHL Station oberhalb der Chalkidiki-Finger senden hatten lassen, wollten wir eigentlich gemütlich die Westküste wieder hoch fahren. Wir hatten auch einen fantastischen Platz in einer einsamen Bucht nach 3km Schotterpiste gefunden. Am zweiten Abend als wir grade unserer Drohne, unter Einhaltung der griechischen Bestimmungen, fliegen ließen, meinte ein eventuell psychisch labiles Individuum uns aus Distanz mit doch beeindruckend großen Steinen bewerfen zu müssen um seiner Abneigung uns, der Drohne, Campern oder was auch immer gegenüber kundzutun. Leider war eine verbale Interaktion zur Klärung des Sachverhaltes nicht möglich, da der Steinewerfer nachdem ihm die Steine ausgegangen sind, direkt mit quietschenden Reifen davon fuhr. Unser erstes richtiges „negatives Erlebnis“ seit damals guten 2,5 Jahren Reisen mit dem Bus. Ehrlich gesagt, hatten wir kein gutes Gefühl mehr in näherer Distanz zu diesem Ort zu Verweilen. Also packten wir Hals über Kopf alles zusammen und fuhren weiter. Das wars also mit entspannt an der Westküste hochfahren und die 2-3 Wochen zu überbrücken bis alle Pakete geliefert sein sollten. 

So fuhren wir nach Thessaloniki und verbrachten zwei schöne Tage in der Stadt, schlenderten durch die Gassen, schlemmten in den vielen tollen Restaurants und zogen die Cityvibes nach langer Zeit einsam am Strand in uns auf. Anfang Oktober hatten die meisten der Campingplätze bereits nicht mehr geöffnet, da wir aber als virtuelle Hochzeitsgäste geladen waren – brauchten wir gutes WLAN und Ruhe zum Skypen. So fanden wir den Campstop unterhalb der Stadt in Flughafennähe. Kostenfrei kann man hier stehen, hat WLAN und eine kalte Dusche. Absolut ausreichend für unsere Zwecke. Man könnte auch mit dem Bus nach Thessaloniki fahren und es gibt einen gut sortierten Campingshop. Vielleicht ein kleiner Typ für den ein oder anderen Griechenlandreisenden, welcher eine neue Omnia-Silikonform, Gasbefüllung, Waschmaschine oder einfach eben WLAN sucht. Wer Charme und einen besonders schönen Stellplatz sucht, sollte allerdings weiter fahren. 

Nachdem Hochzeit und alle weiteren Verpflichtungen die einer schnellen Internetverbindung bedurften abgehandelt waren, stand auch schon das nächste „Großereignis“ an. Der erste Geburtstag als Vollzeitreisende on the Road. Flo wünschte sich für seinen Geburtstag Strand und Einsamkeit. Den zweiten Finger kannten wir schon also sollte es der erste werden. Wir fanden nach einer längeren Offroadstrecke auch einen wunderbaren Fleck mitten im Nirgendwo ohne jeglichen Internetempfang. Ideal also für einen Geburtstag. Es gab Käsekuchen aus dem Omnia, Sekt und einen Wobbler (Angelköder) für Flo – dazu wunderbarstes Sommerwetter am 14. Oktober. So können wir uns jetzt all unsere Geburtstage vorstellen. 

Wir kommen an im süßen griechischen Leben, essen kiloweise Feta und gefühlt noch mehr Tzatziki, trinken typisch griechisch gekühlten Rotwein, lassen uns die Sonne auf den Bauch scheinen, erleben die unglaubliche griechische Gastfreundschaft -abseits von diesem einen negativen Erlebnis-, finden Freunde fürs Leben, sind jeden Tag erneut fasziniert von dem unfassbar klaren Wasser und stehen so gut wie jeden Tag in der Einsamkeit direkt am Meer, auch wenn das wohl ein Effekt der Offseason ist. Diese ersten 1,5 Monaten werden unser Bild von Griechenland für immer nachhaltig prägen. 


Reisen mit einem Oldtimer durch das bergige Griechenland

Wir bemerkten, dass auf der Stoßstange immer wieder deutliche Wasserspritzer zu sehen waren obwohl das Wetter mit Sonnenschein glänzte. Irgendwann bemerkten wir dann auch eine kleine Flüssigkeitslache unter dem Auto. Mistekiste. Der Übeltäter war schnell gefunden. Wir hatten eine Undichtigkeit in der Lötnaht des Kühlers zum Ausgleichsbehälter hin. Noch auf Sithonia hätten wir einen Mechaniker gefunden, der uns den Kühler repariert hätte. Allerdings hätte auch dieser den Kühler in die nächst größere Stadt schicken lassen müssen, mit dem Ergebnis, dass wir übers Wochenende ohne Kühler auf der Straße hätten stehen müssen. Da sich der Kühlmittelverlust noch in Grenzen hielt und wir den Stand problemlos regelmäßig kontrollieren und bei Bedarf nachfühlen konnten, entschieden wir uns selbst eine Werkstatt in eben jener Stadt zu finden, in der Hoffnung so die Wartezeit zu verkürzen. 

Gesagt getan. Alle Werkstätten die wir anfragten, verwiesen uns immer an einen bestimmten Mechaniker – wohl die Koryphäe wenn es um das Thema Kühlerloten geht. Ein Austauschkühler hätte uns übrigens gute 400 Euro gekostet. Wir vereinbarten also, dass wir den Kühler selbst aus- und wieder einbauen konnten und der Kühler so noch am gleichen Tag gelötet werden würde. Gesagt getan, 80 Euro leichter aber mit einem komplett rund um gelöteten Kühler konnten wir wieder ruhigen Gewissens weiterfahren. 

Beim Ausbau des Kühlers fiel uns allerdings eine größere Durchforstung in der Motorklappe unterhalb der Scheinwerfer auf. Direkt zum Schweiß-Spezialisten, dieser wollte uns für 40 Euro ein Reparaturblech einschweißen. Am Ende stellte sich raus, dass zwei Bleche nötig waren. So haben wir das Geld, dass wir durch die Selbstde- & montage  des Kühlers gespart haben, direkt sinnvoll investiert. Fight the Rust.


Westmakedonien – ein Abstecher in den Norden Griechenlands und den Herbst

Kann man von Sommer, Sonne und Strand genug bekommen? Wir hätten es kaum geglaubt, aber ja, wir lieben eben alle Jahreszeiten. Und der Herbst ist doch eine der schönsten. Und der fehlte uns nun Ende Oktober doch sehr. Goldene Wälder, weiches Licht, Sweater-Weather. Also beschlossen wir in den Norden Griechenlands zu Fahren, hohe Berge, Herbstwetter, heiße Quellen und Maronen lockten uns. 

So fuhren wir gen Norden, hinein in die Berge, dichte Wälder und kühlere Temperaturen. Wir badeten in den heißen Quellen, wanderten durch Täler und über Berge, verbrachten die erste Nacht auf über 2000hm bei Minusgraden auf dem Voras. Ließen die Standheizung bollern, machten „Hüttenessen“ und fühlten uns rund um wohl.

Ein gelungener Abstecher in den Herbst und umso schöner wenn einen im Anschluss wieder das Meer mit noch angenehm warmen Temperaturen lockt.


Der Schreckensmoment 

Da gondelt man leichten Herzens die Serpentinen vom gut 2000hm hohen Berg Voras hinab und denk an nichts böses , wenn plötzlich am unbeschrankten Bahnübergang die Bremsen nicht mehr greifen. Wenn man erst ungläubig das Bremspedal fast durchs Bodenblech presst, dann versucht zu pumpen aber nein – nichts tut sich. Das Pedal bleibt ohne jegliche Bremswirkung. Glücklicherweise kam kein Zug und wir konnten einfach ausrollen. 

Auf den ersten Blick unters Auto und unter die Motorhaube sah alles gut aus, alle Bremsleitungen waren fest und keine Bremsflüssigkeit war ausgetreten. Google sagte uns die nächste Werkstatt wäre in 30km. Sollten wir 30km ohne hinreichende Bremsleistung fahren. Wir kamen bei unserem Ausrollmanöver vor der Verladehalle einer Apfelplantage zum Stehen. Also erstmal rein und fragen ob jemand weiß ob es irgendwie näher eine Werkstatt gibt. Der Lieferdienstfahrer der zufällig just im Moment dort war, nahm uns direkt mit um uns eine 1km entfernte Traktorenwerkstatt zu zeigen. Die sich aber eben auch um alle anderweitigen örtlichen Kraftfahrzeuge kümmerte. Sollte ja ganz gut passen mit unserem Dicken, manchmal hat er ja durchaus eher was von einem Traktor. 

Die Suche nach dem Fehler

Nach längere Fehlersuche teilte uns der Monteur mit, dass es sich wohl um den Hauptbremszylinder handelt. Er könnte das Ersatzteil für 240 Euro zuzüglich Einbau bis zum Ende des nächsten Tages beschaffen. Der Preis kam uns doch recht hoch vor, da die Ersatzteile online weitaus günstiger gehandelt wurden. Nach Nachfragen teilte er uns mit, er könne auch ein gleichwertiges Ersatzteil für 120 Euro inklusive Einbau bis zum darauffolgenden Montag, sprich fünf Tage später beschaffen. Das hörte sich doch vernünftiger an. Die Bremsanlage konnte er soweit in Gang setzen, dass wir die Vorderradbremsen wieder nutzen konnten. Und somit also mit verminderter Bremsleistung fahren konnten. 

So standen wir fünf Nächte an der öffentlichen Badeanstalt eines Brackwassersees. Die Temperaturen in den Nächten fielen hier im Norden mittlerweile immer häufiger unter die 0-Grad-Marke. Zudem waren die beiden Gebiete südlich von uns auf der griechischen Corona-Landkarte bereits als rot eingestuft. Es herrschte dort also schon völliger Lockdown inklusive Ausgangs- & Durchreisesperre. Es blieb uns nur noch ein kleiner Korridor um Richtung Süden zu fahren. So verbrachten wir die verhältnismäßig frischen Tage mit Warten und Bangen ob der Korridor auch noch nach Einbau bestehen würde. 300km ohne ausreichende Bremswirkung zu fahren, ist laut Monteur in Griechenland zwar nicht unüblich und durchaus machbar für uns aber doch ein zu großes Wagnis. 

Um dem Klischee des stets überpünktlichen Deutschen zu entsprechen, standen wir am Montag wie vereinbart um Punkt 07:30 Uhr vor den Toren der Werksatt. Der Monteur kam immerhin eine halbe Stunde später und war über unsere frühe Anwesenheit sichtlich verwundert. Er meinte er bräuchte circa eine halbe Stunde für den Einbau. Wunderbar dachten wir, holen wir uns Frühstück im Ort und wenn wir zurück sind können wir direkt durch den noch offenen Corona-Korridor gen Süden starten. Kurz nachdem wir zurückkamen, war der Dicke laut Monteur auch fertig.
Wir sollten eine Probefahrt machen. Doch unseres Erachtens bremsten weiter nur die Vorderradbremsen, die Hinterradbremse griff auf jeden Fall nicht mit voller Bremsleistung. Das Bremspedal fühlte sich auch weiter wie ein Blasebalg an. Dank eurer tatkräftigen Unterstützung auf unseren Hilferuf in der Instagramstory hin, konnten wir den Mechaniker in die richtige Richtung leiten. Nachdem er also den kompletten Bremskreislauf durchging, stellte er fest, dass das lastabhängige Bremskraftverstärkerventil nicht mehr gangbar war und so eben viel zu wenig Bremsleistung auf die hinteren Bremsen verteilt wurde. Dezente vier Stunden später konnten wir final wieder mit 100% Bremskraft gen Süden starten. Der Korridor war auch immer noch offen. Doch kein Überwintern in der Kälte, juhu.


Ab in die winterliche Wärme des Peloponnes

Eigentlich wollten wir noch so viel auf dem griechischen Festland sehen, aber da in immer kürzeren Abständen immer mehr Regionen rot wurden – hatten wir mal wieder Hummeln im Hintern. Wir dachten wir könnten in Griechenland im Warmen überwintern. Temperaturen um den Gefrierpunkt im Norden des Landes war also nicht das was wir uns vorstellten. Also ging’s im Sauseschritt mit einer Maximalgeschwindigkeit von 85 km/h Richtung Süden. Zwei lange Fahrtage später überquerten wir die ersehnte – und schweineteure – Brücke vom Festland auf den Peloponnes. Wir verbrachten einige Tage in der Gegend um Korinth. Bestaunten den so berühmten Kanal in dessen tristen Umgebung, erkundeten das alte Korinth und fuhren den warmen Winter vor Augen recht zügig weiter Richtung Südpeloponnes. In der Gegend um Monemvasia mit der wirklich pittoresken Altstadt verweilten wir erstmals wieder länger, waren wir doch nun in einer Region in der die Temperaturen zum Überwintern erträglich sein sollten. 

Wir hatten uns grade ein traumhaftes Plätzchen direkt zwischen Meer und Bergen gesucht – als uns die Nachrichten erreichten. Der Lockdown kommt, nun auch in Griechenland. Wir entschlossen uns die erste ungewisse Lockdown-Zeit in einem kleinen Häuschen in der Gegend um Neapoli Voion zu verbringen. Mehr hierzu findet ihr auch im Blog-Beitrag „Ein Monat Houselife“. 

Genossen wir zu Beginn des Houselifes noch den Luxus der Waschmaschine, des Backofens und vor allem einer heißen Dusche sehr – zog es uns über den Monat hinweg immer mehr wieder raus, in die Natur, ins Abenteuer, in unser Zuhause auf Rädern. Wir unternahmen in der Zeit zahlreiche Ausflüge in die umliegende Natur, ans Meer, die Berge und die schier unendlichen Olivenhaine. Während genau so einem Ausflug lernten wir Eleni, die Ziegenbäuerin kennen. Eleni bot uns direkt an auf ihrem Grund in der Nähe der Ziegen in mitten der Berge unweit zum Meer zu stehen. So eine Gelegenheit nahmen wir doch direkt an, eine Woche später standen wir schon dort in mitten der atemberaubenden Natur. Doch damit nicht genug der schier unendlichen Gastfreundschaft der Griechen, wir wurden reich mit Olivenöl, selbst eingelegten Oliven, Aprikosen, Orangen und griechischen Weihnachtsplätzchen beschenkt. Und als ein Unwetter angesagt war, welches das Verweilen in den Bergen schlichtweg zu gefährlich gemacht hätte, boten uns Eleni und ihr Mann Georges ein Platz im Tal an, auf dem wir solange hätten bleiben können wie wir wollten. Die beiden hatten nicht nur Ziegen sondern auch Bio-Oliven und für Flo ging der Wunsch in Erfüllung aktiv bei der Olivenernte in händischer Arbeit mithelfen zu können. ευχαριστώπολύ Eleni & Georges – die Zeit mit und bei euch wird uns immer in guter Erinnerung bleiben. 

Die Temperaturen wurden auch in Griechenland allerdings immer winterlicher und die Regentage immer häufiger. Mittlerweile war es Mitte Dezember. Wir hatten den Bus mit viel DIY-Weihnachtsdeko und Lichterketten in ein kleines fahrendes Weihnachtsdorf verwandelt, einen kleinen hölzernen Weihnachtsbaum gebastelt und verbrachten die Tage mit Tee und Glühwein trinken und Plätzchen naschen. Der wöchentliche Einkauf auf dem Markt war unser großes Wochenhighlight, die Menschen im Ort grüßten uns mittlerweile wie alte Bekannte, auf jeder Poststelle und bei jedem Versanddienst waren wir auch durch die Zeit im Haus mittlerweile ohnehin bekannt wie bunte Hunde. Es fühlte sich immer mehr nach Ankommen und immer weniger nach Reisen an. 

Und so fassten wir am 20.12.2020 spontan den Entschluss, wir fahren in die Heimat. Als Weihnachtsüberraschung. Am 21.12.2020 um 23:00 geht eine günstige Fähre Patras – Venedig. Der Transit in das Heimatland war weiterhin möglich. Auch wenn wir es immer vehement ausgeschlossen hatten, für Weihnachten nach Hause zu fahren, so packten wir nun völlig spontan unsere sieben Sachen und düsten noch am gleichen Abend für ein Abschiedsbesuch bei Julia & Joscha in Richtung des circa 200km entfernten Koroni. Noch einmal ein gemütlicher Abend bei Wein, Bier und Tsipouro und wahnsinnig leckerer Pizza. Auch wenn der nächste Morgen etwas verkatert sein sollte. 

Am 21.12.2020 um 23:00 rollten wir also auf eine annähernd leere Fähre. Neben uns waren nur vier weitere Fahrzeuge an Board. Wir standen noch lange am Oberdeck und sahen die griechischen Lichter kleiner werden und irgendwann verschwinden. Fast vier Monate war Griechenland quasi unser Zuhause geworden. Danke Griechenland für alles. Du hast uns tief berührt und wirst für immer einen Platz in unserem Herzen haben. Der Abschied fiel uns dann doch ein kleines bisschen schwer.

Am 23.12.2020 kamen wir in den frühen Morgenstunden in Venedig an. Aufgrund der zu dieser Zeit gültigen Corona-Bestimmungen mussten wir im Transit durch Italien und Österreich durchfahren. Wir wählten für uns untypisch die Strecke über die Autobahn und waren sieben überraschend schnell vergangene Stunden später zurück im Allgäu. Am Abend vor Heiligabend klingelten wir bei Jennis Eltern, die gar nicht glauben konnten, dass wir wirklich da sind. Wir hatten sie wie euch alle auf Instagram schließlich ein wenig an der Nase herumgeführt und vorgegaukelt weiter am griechischen Strand in der Sonne zu liegen. Ich denke die Überraschung war uns gelungen. 

Wir haben die weihnachtliche Heimreise nie als Ende unserer Reise gesehen, sondern als kleinen Urlaub, als Möglichkeit zum Neustart, als schöne Überraschung, bevor wir weiterreisen wollten. Wir hatten bereits in Griechenland ein, zwei Ideen wie es für uns weiter gehen sollte. 


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